Merkblätter (Ausleihe)

VAIS Merkblätter beschreiben in kurzer Form Positionen zu spezifischen technischen Aspekten oder zu übergreifenden Fragestellungen vorrangig des Technikrechts. Sie spiegeln unsere und seiner an der Erarbeitung beteiligten Mitgliedsunternehmen Sicht wider.

Die bisherigen FDBR-Merkblätter werden sukzessive von den Fachgremien des VAIS überarbeitet und zur Verfügung gestellt.

Die alten FDBR-Merkblätter können Sie auf Anfrage in der Geschäftsstelle anfordern.

Die Übersicht über die neuen VAIS-Merkblätter finden Sie hier.

Neuerscheinungen

VAIS Merkblatt 11 "Risikoanalyse und Risikobewertung von Druckgeräten und Baugruppen gemäß Richtlinie 2014/68/EU"

Der Hersteller ist verpflichtet, eine Analyse der Gefahren und Risiken vorzunehmen, um die mit seinem Gerät verbundenen druckbedingten Gefahren und Risiken zu ermitteln; er muss das Gerät dann unter Berücksichtigung seiner Analyse auslegen und bauen. Dieses Merkblatt kann für Druckgeräte und Baugruppen gemäß Artikel 4 der Druckgeräterichtlinie, die die in Anhang I genannten wesentlichen Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen, angewendet werden.

Zu diesem Vorgang veröffentlicht VAIS 8.06.2021 das Merkblatt MB 11 „Risikoanalyse und Risikobewertung von Druckgeräten und Baugruppen gemäß Richtlinie 2014/68/EU“.  Das VAIS MB 11 ersetzt das bisherige FDBR-MB 27, Ausgabe 2016-04 das redaktionell überarbeitet und auf den VAIS als Herausgeber umgewidmet wurde.

 

VAIS Merkblatt 10 "Erstellung eines PMA - Werkstoffeinzelbegutachtung"

Das Merkblatt beschreibt die Vorgehensweise und notwendige Inhalte für ein PMA.

Ein Werkstoffeinzelgutachten (PMA), Particular Material Appraisal, kommt zur Anwendung, wenn der Werkstoff in keiner Europäischen harmonisierten Produktnorm gelistet ist oder für ihn keine Europäische Werkstoffzulassung (EAM) vorliegt. Ein PMA wird durch den Druckgerätehersteller erstellt. Bei Druckgeräten der Kategorien III und IV muss das PMA von der für die Konformitätsbewertung des Druckgerätes zuständigen notifizierten Stelle geprüft werden.

 

VAIS Merkblatt 9 „CE-Kennzeichnung im Kraftwerksanlagenbau“

Vor dem Inverkehrbringen von Kraftwerksanlagen, Dampfkesselanlagen oder Dampfkesseln ist vom Hersteller zu klären, ob diese Produkte als jeweilige Gesamtheit von einer oder mehreren europäischen Richtlinien oder EU-Verordnungen zur Harmonisierung erfasst werden. Das alte FDBR-Merkblatt 9 wurde zwischenzeitlich hinsichtlich der darin aufgeführten europäischen Richtlinien und EU-Verordnungen an den Stand der derzeit gültigen Ausgaben angepasst. Ebenso wurden die Verweise auf die Leitlinien zur Druckgeräte-Richtlinie aktualisiert. Das Merkblatt gibt somit wertvolle Hinweise zur CE-Kennzeichnung.

 

VAIS Merkblatt 8 „Kennzeichnung von Rohrleitungen im Sinne der Druckgeräte-Richtlinie 2014/68/EU

Der VAIS hat zum Thema „Kennzeichnung von Rohrleitungen im Geltungsbereich der Druckgeräte-Richtlinie“ ein für Praktiker hilfreiches Merkblatt fertig gestellt.

In der Praxis ist die direkte Kennzeichnung einer Rohrleitung mittels „Typenschild“ oder Hartstempelung in den meisten Fällen nicht zielführend. Eine direkte Kennzeichnung durch Hartstempel bzw. Aufschweißen des Typenschildes negativ auf die Rohrleitung auswirken. Dies ist z. B. bei Kriech- bzw. Wechselbeanspruchung der Fall. Sehr häufig werden Rohrleitungen isoliert, so dass Kennzeichnungen ohnehin nicht mehr sichtbar sind.

Eine Rohrleitung kann auch z. B. mit zu Zuhilfenahme einer zugehörigen Isometrie / Zeichnung eindeutig identifiziert werden. Diesen Umständen Rechnung tragend, erlaubt AD 2000-Merkblatt HP 100 R im Abschnitt 11 die Kennzeichnung alternativ nicht direkt auf der Rohrleitung anzubringen, sondern stattdessen in der Rohrleitungsdokumentation. Diese Regelung basiert auf einer Ausnahmeregelung des Blue Guides und ist daher im Einklang mit der europäischen Vorgehensweise für die Produktharmonisierung. DIN EN 13480 hat keine solche Regelungen. Soll nun DIN EN 13480 als Produktregelwerk für eine Rohrleitung angewendet werden, kann zusätzlich durch die Anwendung dieses Merkblattes die Kennzeichnung alternativ nach AD 2000-Merkblatt HP 100 R Abschnitt 11 erfolgen. So können auch Rohrleitungen gemäß DIN EN 13480 auf vertraglicher Grundlage im Rahmen der Dokumentation gekennzeichnet werden.

Dieses Merkblatt kann vertraglich zwischen Hersteller, Besteller und ggf. notifizierter Stelle vereinbart werden.